Anaga Gebirge, Spanien, WOWPLACES
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Paradiesisch: das Anaga Gebirge auf Teneriffa

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Wer das Anaga Gebirge auf Teneriffa besucht, fährt auf einer langen Serpentinenstraßen durch dichte Lorbeerwälder hinauf in ein Wanderparadies der besonderen Art. Hier gibt es wundervolle Ausblicke, eine reiche Natur, charmante Dörfer und vieles mehr. Nur Stress, Hektik und Meetings, die gibt es nicht. 

Teneriffa ist die größte der kanarischen Inseln. Der Name geht auf ein altes Guanchen-Wort zurück und bedeutet soviel wie „weißer Berg“. Die Einheimischen nennen Teneriffa auch „Insel des ewigen Frühlings“. Tatsächlich ist das Klima nahezu perfekt und auf der ganzen Insel angenehm. In Zahlen bedeutet das: 3.000 Sonnenstunden im Jahr. Durchschnittstemperatur: 22 Grad. Das Thermometer scheint hier stehen geblieben zu sein.

Es gibt Bananenplantagen, Tomatenfelder, Organen und reichlich Grünflächen. Grün ist es vor allem im Westen und Norden. Der Süden ist vergleichsweise grau und trocken. Während es im Norden oft nebelig und wolkig sein kann, ist es im Süden meistens wolkenlos und sonnig. Das Anaga Gebirge bildet die Nordspitze der Insel. Die Hauptstadt Santa Cruz liegt unmittelbar darunter, also südlich davon.

Die Insel ist bereits seit dem 18. Jahrhundert ein beliebtes Reiseziel. Manchen gefällt es so gut, dass sie einfach hierbleiben. Unter den rund 650.000 Inselbewohnern leben daher auch viele Deutsche, Engländer und Inder.

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Anaga Gebirge auf Teneriffa: Grüne Wälder soweit das Auge blickt.

Das Anaga Gebirge auf Teneriffa

Das Gebirge, spanisch Macizo de Anaga, liegt im Nordosten der Insel. Seine Geschichte beginnt vor rund neun Millionen Jahren mit einem Vulkanausbruch. Das Ergebnis ist eine wunderschöne Landschaft voller Berge und Krater, die sich über eine riesige Fläche von rund 14.500 Hektar erstreckt. Höchster Punkt ist der Cruz de Taborno mit 1.024 Metern Höhe im Westen und der Chinobre mit 909 Metern im Osten. Ein häufiger tief hängender Nebel verleiht dem Gebirgsmassiv mit seinen Wäldern einen besonderen, mystisch bis märchenhaften Flair.

Da es hier unzählige Tiere und Pflanzen zu bewundern gibt, wurde 1987 ein Nationalpark gegründet, der 1994 auf den Namen „Parque Rural de Anaga“ getauft wurde. Die Wälder des Gebirges sind vor allem von Baumheiden und Lorbeerbäumen geprägt. So hat man hier einen der größten Bestände an Lorbeerbäumen auf Teneriffa. Außerdem gibt es hier seltene Moose und Farne, die nur in den Wäldern des Anaga zu finden sind. Typische Tiere sind zum Beispiel Amseln und die Lorbeertaube. Zahlreiche Wanderwege laden ein, sich das alles selbst aus nächster Nähe anzusehen und einzutauchen in das Abenteuer Anaga Gebirge.

Fast die Hälfte der Insel ist Naturschutzgebiet. Genauer gesagt: 48 Prozent, eingeteilt in 43 Gebiete. Darin leben rund 800 endemische Spezies. Endemisch bedeutet, dass diese Tiere nur in diesem Gebiet auftreten.

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Willkommen bei Freunden: Restaurante Cruz del Carmen.

Notebook zu, Augen auf!

Wer den Stress und die Hektik des Alltags hinter sich lassen möchte, ist im grünen Norden Teneriffas gut aufgehoben. Notebook zu, Augen auf! Nichts könnte weiter entfernt sein von den Menschenmassen der deutschen Großstädte als das Anaga Gebirge. Gerade mal 2.000 Einwohner verteilen sich auf 26 kleine Ortschaften. La Laguna, Santa Cruz de Tenerife und Tegueste, um nur einige zu nennen. Die Einheimischen leben vor allem von Landwirtschaft und Weinanbau. In allen Dörfern gibt es kleine, charmante Restaurants und Cafés, wo man freundlich empfangen wird. In der Abgeschiedenheit des Gebirges kann man völlig zur Ruhe kommen – vorausgesetzt, man schaltet sein Handy aus.

Der Ort Chimada bzw. Chinamada ist besonders erwähnenswert, denn hier gibt es noch einige Bewohner, die nicht in konventionellen Häusern leben, sondern in kleinen Höhlen aus Vulkangestein. Diese Höhlen haben sie zu Wohnhöhlen umgestaltet, deren Fassaden aber durchaus an Häuser erinnern. Du siehst also: Im grünen Norden Teneriffas gibt es nicht nur Pflanzen und Tiere zu entdecken.

„Ich gehe nun fast mit Tränen im Gesicht. Ich wünschte, ich könnte hier leben“, schreib der deutsche Naturforscher Alexander von Humboldt 1799 an seinen Bruder, nachdem er Teneriffa besucht hatte. Das mag zwar etwas übertreiben erscheinen, aber einen schönen Aufenthalt hat man auf der Insel ganz bestimmt.

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Im Schatten wandert es sich am angenehmsten.


Einen guten Eindruck vom Anaga Gebirge vermittelt auch dieses Video.


Tipps für das Anaga Gebirge

Anreise: Der Flughafen Los Rodeos liegt südlich des Gebirges (Teneriffa Nord, Aeropuerto de Tenerife Norte). Das Anaga Gebirge kann man sowohl mit dem Auto als auch mit dem Bus erreichen. Empfehlenswert ist aber vor allem die Reise mit einem Mietwagen, da man dann selbst entscheiden kann, wann man anhalten und die schöne Landschaft genießen will. Achtung: Autodiebstahl gilt als häufigstes Verbrechen auf Teneriffa. In nicht in den kleinen Ortschaften, aber in den größeren Städten und Badeorten. Also: Besser keine Wertsachen im Auto lassen.

Unterkunft: Für einen Urlaub im Norden der Insel bietet es sich an, eine der zahlreichen Ferienwohnungen bzw. -häuser Teneriffas anzumieten.

Wandern: Weitere Infos zum Thema Wandern im Anaga Gebirge auf Teneriffa gibt’s zum Beispiel im Rother Wanderführer.

Bars und Cafes: Kurios, an der Theke sind die Getränke oft billiger als am Tisch.

Essen: Die kanarische Küche ist vielfältig. Besondere Beachtung sollte man aber die kanarischen Kartoffeln. Probiere „papas arrugadas“ mit grüner oder roter Mojo-Soße. Auch empfehlenswert: Papageifisch, Zackenbarsch und Zahnbrasse. Fabelhaft: kanarische Bananen. Unter den Fleischgerichten sticht vor allem Kaninchen hervor.

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Teneriffa? Wo liegt das noch gleich?

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Das Anaga Gebirge bildet die Nordspitze Teneriffas.


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