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Gefährliche Mücken: So schützt Du Dich

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Ob Malaria oder Zika-Virus: Gefährliche Mücken übertragen schwere Krankheiten. Nicht nur in fernen Ländern, sondern auch mitten in Europa. So haben in letzter Zeit Insektenforscher davor gewarnt, die asiatische Tigermücke könnte sich in Zentraleuropa ausbreiten. Sie überträgt unter anderem das Dengue-Fieber, das zum Tod führen kann. Eine Übersicht und konkrete Schutzmaßnahmen vor und nach dem Stich habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Kein reines Tropenproblem: gefährliche Mücken

Hierzulande kennen wir sie vorwiegend als lästige, aber harmlose Plagegeister, die uns den lauschigen Sommerabend auf der Terrasse oder am See vermiesen wollen. Doch gerade für Reisefans lohnt es sich, einen zweiten Blick auf die Stechmücke zu werfen. Mücken sind ernstzunehmende Verbreiter diverser Erkrankungen. Jährlich sterben weltweit über eine Million Menschen an Krankheiten, die durch gefährliche Mücken übertragen werden. Höchste Zeit also, zumindest bei der Reiseplanung aus der Mücke einen Elefanten zu machen und sich entsprechend vorzubereiten. Selbst dann, wenn Du keine Regenwald-Umrundung vorhast, sondern in Zentraleuropa bleibst.

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Gefährliche Mücken: An den Krankheiten, die sie übertragen, sterben weltweit über eine Million Menschen pro Jahr.

Sind Mücken wirklich so gefährlich?

Auch wenn sich in der Presse bereits die eine oder andere Schreckensvision findet, in der gefährliche Mücken ungeahnte Epidemien in Deutschland auslösen: Welches Risiko tatsächlich von Stechmücken ausgeht, kommt nach wie vor stark auf die Region an, in der Du dich befindest. Durch Mücken übertragene Krankheiten wie Gelbfieber, Malaria oder das Dengue-Fieber sind vorwiegend in Süd- und Mittelamerika, Zentralafrika und in Teilen Asiens verbreitet.

Unlängst in den Schlagzeilen und weiterhin auf dem Vormarsch dagegen ist das Zika-Virus. Es wird ebenfalls von Stechmücken übertragen und ist besonders für Schwangere hochgradig gefährlich. Bei Ansteckung besteht nämlich ein Risiko von Fehlbildungen des Kindes im Mutterleib. Gerade bei Reisevorhaben in die Epidemiezentren Südamerika oder Südostasien sollten Schwangere daher ernsthaft prüfen, ob die Reise dorthin wirklich sein muss.

Falls man sich von der Gefahr nicht abschrecken lassen möchte, sollte man sich im Vorfeld zumindest gründlich über das Zika-Virus und den aktuellen Stand der Ausbreitung schlau machen. Als ersten Anhaltspunkt finden sich hier weitere Informationen zum Zika-Virus auf einen Blick. Also: Sind Mücken wirklich so gefährlich? – Leider ja, wenn man gern die Welt bereist.

Wie sicher ist Balkonien? Gefährliche Mücken in Deutschland

Bisher kommt es nur sporadisch zu Krankheitsfällen durch Mückenstiche in Mitteleuropa. Meist durch eingeschleppte Mücken oder die unbemerkte Infektion während eines Aufenthalts in Epidemiegebieten. Die in Deutschland und großen Teilen Europas heimischen Stechmückenarten tragen nur ein sehr geringes Krankheitspotenzial.

Also alles in bester Ordnung? Im Prinzip ja. Allerdings warnen einige Insektenforscher in jüngerer Zeit vor der Ausbreitung der asiatischen Tigermücke in Zentraleuropa. Diese Stechmückenart kann unter anderem das Dengue-Fieber übertragen. Das ist eine vor allem in den Tropen verbreitete, schlimmstenfalls tödlich verlaufende Krankheit mit zunächst grippeähnlichen Symptomen.  Auch in Deutschland wurde sie bereits an verschiedenen Orten gesichtet.

So richtig gemütlich machen konnte es sich die Tigermücke jedoch im nördlichen Teil Europas noch nicht. Bislang ist kein Fall bekannt, in dem ein Exemplar der asiatischen Tigermücke oder ihre Eier den Winter in Deutschland überlebt hätten. In den deutlich wärmeren Gefilden des Mittelmeerraums hingegen nistet sie sich wohl oder übel langsam dauerhaft ein. Ob die asiatische Tigermücke demnächst auch einen deutschen Winter übersteht, bleibt abzuwarten. Kritisch beobachtet wird das unter anderem von mehreren Forschungsgruppen und dem Bundesumweltamt.

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Wunderschön – wenn da nur nicht diese kleinen Plagegeister wären.

Wie schützt Du dich vor gefährlichen Mücken?

Im Grunde haben wir zwei recht simpel klingende Möglichkeiten, die Risiken einer schweren Erkrankung durch Mückenstiche so gering wie möglich zu halten: vor dem Stich und nach dem Stich.

Vor dem Stich. Gegen Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden, ist Vorbeugen die beste Medizin. Das sind die bewährtesten Methoden, einen Mückenstich gar nicht erst entstehen zu lassen:

  • Moskitonetze am Bett, an den Fenstern und Türen anbringen
  • Mückenschutzsprays (Repellents) benutzen
  • Möglichst langärmlige Kleidung tragen, wenig „Angriffsfläche“ bieten
  • Stehende Gewässer meiden (Brutstätten), Aufenthalt im Freien verkürzen

Wenn das Reiseziel bereits feststeht und die entsprechende Region bekanntermaßen ein Risikogebiet für bestimmte Krankheiten darstellt, kommt eventuell auch eine Schutzimpfung infrage. Natürlich nur, wenn überhaupt ein passender, risikoarmer Impfstoff zur Verfügung steht. Gegen Gelbfieber zum Beispiel können sich Tropenreisende mittlerweile impfen lassen, gegen das Dengue-Fieber gibt es bisher noch keinen zuverlässigen Impfstoff.

Nach dem Stich. Trotz bester Vorkehrungen gibt es keine hundertprozentige Absicherung gegen gefährliche Mücken. Außerdem ist nicht jeder Stich ein Grund zur Panik, weil nicht jedes einzelne Stechmückenexemplar automatisch Krankheitserreger in sich trägt. Auch bringt nicht jeder Stich einer infizierten Mücke zwingend „genügend“ Erreger in den menschlichen Körper ein, um die Krankheit auszulösen. Zudem gibt es auch im Nachhinein noch ein paar Optionen, die Gefahren zu reduzieren:

  • „Gegengift“ dabeihaben. Gegen einige Krankheiten – zum Beispiel Malaria – gibt es sogenannte Stand-by-Medikamente, die mitgeführt und im Falle einer Infektion umgehend eingenommen werden können, wenn sich die ersten Symptome einstellen.
  • Selbstbeobachtung. Nach dem Mückenstich gilt es, das eigene körperliche Befinden genau zu beobachten. Beginnendes Fieber oder Erkältungssymptome sind absolute Warnsignale, die ernstgenommen werden sollten, auch wenn die Reise in die Tropen bereits eine Weile zurückliegt. Malaria beispielsweise kann auch noch mehrere Wochen nach der Ansteckung ausbrechen. Bei allgemeinem Unwohlsein oder Krankheitsgefühl also umgehend einen Arzt aufsuchen.

Spezielle Informationen über Dein Reiseland

Du suchst konkrete Informationen zu deinem speziellen Reiseziel? Das Auswärtige Amt führt Steckbriefe zu fast allen Ländern weltweit, in denen alle wichtigen Hinweise, Gesundheitsinformationen und Handlungsempfehlungen übersichtlich zusammengestellt sind. Hier geht’s direkt zur alphabetischen Länderübersicht des Auswärtigen Amts.


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