GUT ZU WISSEN
Schreibe einen Kommentar

So wehrst du Kunden-Schlepper und Gauner ab

Kunden-Schlepper

Urlaub machen ist super – solange man es nicht mit Kunden-Schleppern, Trickbetrügern, Halsabschneidern und Gaunern zu tun bekommt. Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten als finanzkräftig und sind daher ein beliebtes Ziel für Kunden-Schlepper. In diesem Beitrag stelle ich Dir einige Maschen der Kleinkriminellen vor und verrate Dir Strategien, wie Du Dich davor schützen kannst.

Der Umleitungs-Kunden-Schlepper

In der Nähe von Sehenswürdigkeiten wie Museen, Tempel oder Gärten wird man von einem Gauner angesprochen. Ein beliebter Aufhänger ist zum Beispiel die Sprache. “Oh, Sie sind Deutsche, oder? Sie kommen aus Deutschland! Das ist ja toll, ich war auch schon in Deutschland. München! Ich liebe München! Berlin? Sie kommen aus Berlin? Ich liebe Berlin. Brandenburger Tor! Wunderbar!” Im Gespräch stellt sich heraus, dass die Sehenswürdigkeit leider geschlossen sei. Wegen Bauarbeiten zum Beispiel. Aber – na so ein Glück! – es gibt ganz in der Nähe eine noch viel schönere Sehenswürdigkeit.

Schon ist ein Taxi herbeigerufen und man wird von diesem freundlichen Deutschland-Freund ins Taxi komplimentiert. “Ist viel schöner dort! Sie werden sehen. Versprochen. Außerdem ist der Eintritt heute kostenlos.” Lässt man sich darauf ein, hat man Pech gehabt. Denn natürlich ist die Sehenswürdigkeit nicht wegen Bauarbeiten geschlossen. Das ist eine dreiste Lüge. Das Taxi fährt die Gäste nun zum Beispiel zu einem Souvenirgeschäft oder einem Teppichhändler irgendwo in der Stadt (oder noch schlimmer: irgendwo am Stadtrand, wo es keine Taxis gibt). Hier wird man dazu gedrängt, einzukaufen.

Wenn man das nicht möchte, ist die Stimmung feindselig und das Taxi weg. Ohne die Gäste. Die müssen dann selbst sehen, wie sie zurückkommen. Die Masche besteht also im Prinzip darin, die kaufkräftigen Touristen dorthin umzuleiten, wo sie ihr Geld lassen sollen. Das kann auch ein Restaurant sein.

Was kann man gegen solche Kunden-Schlepper tun? Höflich, aber bestimmt ablehnen und nicht weiter beachten. Hinweisen wie “Da ist heute geschlossen” sollte man nicht sofort und ohne Weiteres glauben.

Kunden-Schlepper

Kunden-Schlepper behaupten gern mal, dass eine Sehenswürdigkeit geschlossen wäre. Die Touristen sollen an einen anderen Ort umgeleitet werden, wo sie ihr Geld ausgeben sollen.

 

Der Taxi-Kunden-Schlepper

Auch hier geht es darum, einem Shop oder Restaurant zahlungskräftige Kunden zuzuführen. Entsprechend macht der Taxifahrer einfach ungefragt einen kleinen Abstecher und weist die Fahrgäste an, auszusteigen und sich im Laden umzusehen, bevor es weitergeht. In Deutschland kann man sich so eine Dreistigkeit kaum vorstellen. Aber in Thailand zum Beispiel ist soetwas leider keine Seltenheit.

Was kann man dagegen tun? Ruhig, aber entschieden mit der Polizei drohen, wenn es nicht sofort auf schnellstem Wege zum ausgemachten Ziel geht. Ob man zusätzlich Druck aufbaut, indem man zum Beispiel ein Foto vom Fahrer oder von seiner Taxilizenz macht, muss man aus der Situation heraus beurteilen. Wer einen TukTuk-Fahrer für eine Stadtrundfahrt bucht, sollte vor der Fahrt vereinbaren, dass es kein Geld gibt, wenn der Fahrer irgendwelche Teppichläden ansteuert, von denen er Provision bekommt.

Der ich-verstehe-nichts-Trick

Es kann vorkommen, dass ein Taxifahrer einen viel zu hohen Fahrpreis aufruft oder beim Wechselgeld schummelt und bei allen Gegenargumenten so tut, als würde er nichts verstehen. Da hilft nur eins: Mit der Polizei zu drohen. “Polizei” verstehen die schwarzen Schafe dann in der Regel doch. Das war zumindest in New York so.

Der Ich-bin-wie-eine-Klette-Trick

Diesen Trick von Straßenverkäufer haben wir in Rom erleben müssen und es war äußerst schwer, sich dagegen zu behaupten. Der Trick besteht darin, den Hauch eines Interesses schon als Kaufzusage zu werten und nicht mehr locker zu lassen. Nehmen wir an, ein Straßenverkäufer bietet im Sommer mobile, Batterie-betriebene Ventilatoren an. Du wirfst einen Blick auf sein Angebot und gehst weiter. Kaufinteresse? Überhaupt nicht. Aber: Du hast hingeschaut. Das reicht dem Straßenverkäufer schon. Er läuft hinter dir her und heftet sich wie eine Klette an deine Fersen.

“Kostet nur 5 Euro! Inklusive Batterie!”, sagt er. Du lehnst höflich ab. Doch das ist für den Verkäufer kein Grund aufzugeben. Er bleibt an dir dran und bietet weiter sein Produkt an. “Nein danke”, sagst du höflich, aber bestimmt. “Ich möchte es nicht.” – “Kein Problem”, nickte der Verkäufer und weicht keinen Millimeter von deiner Seite. “Ich mache Ihnen ein Freundschaftsangebot: nur 4 €!”. So geht das immer weiter. Bis schließlich der Tourist das Produkt nur deshalb kauft, weil er den nervigen Typen nicht länger ertragen kann. Er will einfach nur noch seine Ruhe haben. Also schließt er das Geschäft ab. Die Klette hat gesiegt.

Was kann man gegen die Klette tun? Höflich und eindeutig abwinken bringt nichts, ist aber am Anfang angebracht. Das Beste ist, man sagt einmal sehr klar und deutlich nein und tut dann so, als wäre der Verkäufer Luft. Denn jeder Blick und jedes Wort, das man an den Verfolger richtet, ermuntert ihn dranzubleiben. Ignorieren hilft nach einiger Zeit.

Der Wechselgeld-Gauner

Diese Gaunerei kommt für Europäer meistens sehr überraschend: Der Fahrer des Taxis oder der Straßenverkäufer brennt mit dem Wechselgeld durch. Nehmen wir an, der Tourist soll 5 € bezahlen, hat aber nur 50 € und überreicht den Schein. Dann ist die Gewinnspanne äußerst hoch und das Risiko scheint sich zu lohnen, sich mit dem 50 €-Schein aus dem Staub zu machen.

Was kann man dagegen tun? Man sollte sich von der Vorstellung verabschieden, dass doch niemand wegen ein paar Euros zum Gauner wird. Doch! Das ist so. Also: Am besten nur kleine Scheine in der Tasche haben und große Geldscheine schön zuhause oder im Hotelsafe lassen. Gelegenheit macht Diebe. Das sollte man wissen.

Der Falsche-Beamter-Trick

Dreiste Gauner geben sich als Polizisten aus und wollen bei vermeintlichen Verkehrsdelikten Geld kassieren. Was hilft? Lass dir den Ausweis zeigen, um den Betrüger zu entlarven.

Du hast auf Deinen Reisen noch weitere Tricks und Kniffe kennengelernt? Dann hinterlasse gerne einen Kommentar.

Auch einen Klick wert: die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts

Hier geht die Reise weiter:
10 Tipps gegen Taschendiebe Serviced Apartments: Wann lohnt sich’s? Spannende Orte in Deutschland
Der Reiseblog WowPlaces präsentiert Orte und Events mit Wow-Effekt. Und gibt hilfreiche, inspirierende Tipps.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.