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Mani Berlin: dunkler Augenschmaus

Mani Berlin: dunkler Augenschmaus

– Mani Berlin –

Kurios: Um das Mani Restaurant in Berlin wurde ein Hotel herumgebaut. Das macht aber nichts. Einfach an der Rezeption schnurgeradeaus vorbeilaufen und ein paar Schritte weiter ist man auch schon da.

Erster Eindruck: Wow. Stylisch. Dunkel gehaltenes, klares und schnörkelloses Interieur, das mit Lichtspots edel und elegant in Szene gesetzt wird. Das Berliner Architekturbüro Esther Bruzkus Architekten hat ganze Arbeit geleistet. In der Mitte des Raums flackert ein Feuer in einem verglasten Kamin. Es gibt eine kleine, begrünte Terrasse. Die Küche ist offen in den Raum integriert – ohne dass man von Geräuschen oder Gerüchen gestört wird.

Mani Berlin: Stylisches Ambiente.

Der Service ist sofort zur Stelle. Sie haben reserviert? Ja, richtig, wir haben telefoniert, bitte hier entlang. Kaum haben wir Platz genommen, fällt uns auf, dass die Tische etwas zu nahe beieinander stehen. Ich werde an diesem Abend – trotz doch recht lauten Musik – Zeuge, wie am Tisch hinter mir ein Jungunternehmer eine Personalchefin zu rekrutieren versucht. Ich bin zwar ein neugieriger Mensch, aber es gibt spannendere Themen, die man unfreiwillig belauschen muss. Trotzdem: Die Atmosphäre ist entspannt, das Ambiente schön. Hier kann man sich wohlfühlen.

Wegen der hübschen Inneneinrichtung bezeichnet man das Mani Restaurant der Amano Group als Szene- oder auch Boutique-Restaurant. Die Lage ist hervorragend: Torstraße 136, nur wenige Schritte entfernt vom Rosenthaler Platz in Berlin Mitte. Auf dem Programm steht eine eine französisch-israelische Küche mit mediterranen Einflüssen, die vom Feinschmecker Magazin als Insider-Tipp geadelt wurde. Das war 2012. Wir sind gespannt, wie es heute um das Mani steht.

Mani Berlin: Blick auf die Speisekarte.

Die Karte ist reduziert – ein Zeichen für Qualität. Lieber wenige Speisen auf hohem Niveau als irgendwie alles, aber nur mittelmäßig. “Chuzpeles, kleine Schweinereien” verkündet die Karte. Das Angebot erinnert an  Tapas. “Labneh, Tomate, Kümmel, Pita” (7,50 €). “Rote Bete, Tahiti-Joghurt, Thymian, Granatapfelsirup” (8,00 €). Interessant.

Wir entscheiden uns für zwei Hauptspeisen: “Grillteller Mani Style. Maishühnchen, dry aged entrecote, Kalbsrücken, Lamm, Süsskartoffel Frites, Pita, Dip-Sosse” (kleine Portion: 25 €, große Portion: 48 €). Und: “Eggplant Crumble, Aubergine, Süßkartoffel, Za’Tar” (17 €).

Mani Berlin: Es ist angerichtet.

Die Gerichte sind appetitlich arrangiert. Das Eggplant Crumble überzeugt rundum, volle Punktzahl. Etwas anders sieht es beim Grillteller aus. Manche Fleischstücke schmecken hervorragend, andere wiederum erinnern eher an einen Kaugummi. Na gut, das kann ja mal passieren. Schreiben wir es dem Vorführeffekt zu. Exzellent gelungen sind die Süsskartoffel Frites. Die verschiedenen Dips sind geschmackliches Neuland, das sich zu betreten lohnt.

Der 2013er Segal Rotwein der Brüder Carmel-Zwi-Segal aus Israel tröstet ein wenig über den Kaugummi hinweg (7 €). Segal steht für Qualitätswein und hat in Israel eine lange Tradition. 2001 wurde Segal von Barkan übernommen, was die Marke deutlich beflügelt hat. Der Rotwein ist leicht und trocken mit dunkelroter, leicht violetter, brillanter Farbe. Sein Geschmack ist rund und voll, beerig, fruchtig, geschmeidig. Kaum hat man sich an das Aroma gewöhnt, ist das Glas auch schon leer. Alkoholgehalt: keine Ahnung, aber 12 Prozent dürften es schon sein. Hui, die Stimmung steigt. Danke Segal.

Mani Berlin: Fazit.

Ein wirklich schönes, exklusives Restaurant mit freundlichem Service und angenehmer, gehobener Atmosphäre. Die Gerichte sind etwas Besonderes und schmecken alles in allem gut.


Mani Berlin: Infos kompakt.

Adresse: Mani Restaurant im Hotel Mani, Torstraße 136, 10119 Berlin

Öffnungszeiten: Montags bis Sonntags ab 19 Uhr

Reservierungen im Mani Berlin: 01 63/6 35 94 64

Mehr Informationen und Bilder gibt es hier: Restaurant

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