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Serviced Apartments: Wann lohnt sich’s?

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Serviced Apartments werden gerade bei Geschäftsreisenden immer beliebter. Wer beruflich ein paar Wochen in Hamburg, London, Zürich, Washington oder Dubai verbringen muss, weiß die Alternative zum Hotel zu schätzen. Warum das Konzept so populär ist und wann es sich lohnt, das erfährst Du hier.

Es ist gerade viel Bewegung im Markt der Serviced Apartments, Boarding Houses, Suites und Wohnen-Auf-Zeit-Anbieter. Visionapartments etwa hat sich vom Schweizer Start-up zum Schweizer Marktführer entwickelt und expandiert nun weltweit. Wer auf google “Wohnungen Dubai” sucht, sucht sich womöglich einen Wolf. Mit den Schweizern geht’s schneller.

Abito Suites: Einchecken am Automaten

Einen anderen Weg, aber ebenfalls interessant, geht Abito Suites in Leipzig, direkt am zentral gelegenen Augustusplatz: Hier gibt es ebenfalls hochwertige Serviced Apartments – aber ganz ohne mit Menschen in Berührung zu kommen. Eingecheckt wird nicht an der Rezeption, sondern am Automaten. Der Gast gibt seine Kreditkarte ein, der Betrag wird abgebucht, die Zimmerkarte ausgegeben. So einfach ist das. Schöne neue Apartmentwelt. Der Kontakt mit einem Menschen ist nicht mehr nötig.

Dabei bleibt der Service aber keinesfalls auf der Strecke. Denn am nächsten Morgen hat der Gast – wieder ohne einen Menschen zu sehen – frische Brötchen und die aktuelle Tageszeitung an der Türklinke hängen. Im Kühlschrank warten schon Butter, Marmelade, Wurst, Käse, Joghurt, Müsli und Getränke. Einen Putzdienst, der sich um die Zimmer kümmert und die Kühlschränke auffüllt, gibt es in den Abito Suites in Leipzig ebenfalls (hier sieht man dann endlich mal Menschen).

Ein toller Service – aber so unpersönlich, wie man es sich nur vorstellen kann. Für den Notfall gibt es immerhin eine Hotline mit einem Mitarbeiter, der zum Beispiel dann weiterhilft, wenn der Automat streikt.

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Serviced Apartments haben oft eine eigene Küchenzeile. Die Fotos zeigen das Hanse Clipper Haus am Hamburger Michel.

Serviced Apartments vs. Hotels

Der zentrale Vorteil der Serviced Apartments gegenüber dem Hotel ist, dass sie oft eine Küchenzeile haben. Mitsamt Spülmaschine, Mikrowelle, Kochfeld, Besteck, Espressomaschine und so weiter. Willkommen zuhause! Hier kann der Gast schalten und walten, als wäre er in den eigenen vier Wänden. Das Gefühl ist auch ein anderes, wenn man selbst kocht und nicht ins Restaurant geht. Obendrein ist es auch günstiger, wenn man nicht immer auswärts essen geht. Wer beruflich also mal für ein paar Wochen in einer fremden Stadt ist, für den ist ein Serviced Apartment durchaus interessant.

Nun könnte man meinen, die Anbieter würden sich mit den Serviced Apartments die Personalkosten an der Rezeption sparen. Das ist nur zum Teil richtig, denn Anbieter wie Clipper Boardinghouses in Hamburg/Berlin und Apartment040 in Hamburg haben durchaus eine Rezeption – nur ist sie nicht durchgehend besetzt.

Personal wird vor allem beim angeschlossenen Restaurant eingespart: Das gibt es nämlich nicht. Leider kann ich nicht bestätigen, dass die Serviced Apartments deswegen günstiger wären als reguläre Hotels. Wenn Du allerdings für längere Zeiträume buchst, dann kannst Du durchaus Preisvorteile bekommen. So hatte etwa Clipper Boardinghouses in Hamburg Anfang des Jahres attraktive Angebote.

Fazit zur Hotelalternative

Fazit: Wer den persönlichen Service guter Hotels schätzt und morgens ausführlich im Hotel frühstücken möchte, für den sind Service Apartments wohl nicht das Richtige. Wer sich aber in einer fremden Stadt wie zuhause fühlen möchte, gerne selbst kocht und länger als eine Woche bleibt, für den sind Serviced Apartments und Boarding Houses durchaus interessant.

Vorteile der Serviced Apartments:
> Oft mit Kochzeile und Kühlschrank, wirkt dadurch wohnlicher
> Selbst kochen ist günstiger
> Man kann essen, was man will und wann man will
> Preisvorteile bei längeren Aufenthalten

Nachteile der Serviced Apartments:
> Eingeschränkter persönlicher Service
> Bei Problemen niemand sofort vor Ort
> Nicht die gleiche Sicherheit wie in Hotels

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2 Kommentare

  1. Nick sagt

    Hi Philipp,

    ein sehr guter Artikel. Ich bin erst seit kurzem in der Serviced-Apartment-Branche und dieser Artikel trifft genau den Punkt. Mir war am Anfang überhaupt nicht klar welche Vorteile Serviced Apartments bringen und der Unterschied zu einem Hotelzimmer lässt sich auch nicht so leicht ziehen(ich bin schon mal in Hotels untergekommen die eine Küche hatten, hmm vieleicht waren es ja auch Serviced Apartments =).
    Was ich mit Sicherheit sagen kann ist, dass Serviced Apartments für längere Aufenthalte besser geeignet sind als Hotelzimmer. Viel günstiger und angenehmer ist es ebenfalls. Man kann einfach viel mehr machen in dem Apartment und das ist für mich einfach unschlagbar.

    Grüße aus Berlin
    Nick

  2. Sophie G sagt

    Hallo Philipp,
    sehr guter Text! Ich hatte noch nie von Serviced Apartments gehört, aber klingt echt gut und überlegenswert für die nächste Reise! Ich denke auch mit der Familie könnten Appartements eine gute Lösung im Urlaub sein. Alternativen sind immer gut! LG Sophie

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