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Nussknacker on Ice: furioser Weihnachtstraum

Nussknacker on Ice: furioser Weihnachtstraum

Der Nussknacker an Weihnachten ist ein echter Klassiker. Wir haben die Vorstellung im Berliner Admiralspalast besucht.

Dieser Nussknacker on Ice hält gleich zu Beginn eine harte Nuss bereit: Warum heißt die Hauptdarstellerin im russischen Original Mascha, aber in der internationalen Version Clara? Und warum heißt sie in der Version von Imperial Ice Stars, die ich ansehe, Marie? Liegt es vielleicht daran, dass die Darstellerin des Mädchens Mariia Vygalova heißt? Sind es Copyrights, die so umgangen werden sollen? Wohl kaum, denn abgesehen von diesem einen Detail stimmt die Geschichte im Berliner Eispalast (bzw. Admiralspalast) mit der Vorlage überein.

Nussknacker on Ice: die Geschichte

Erzählt wird die Geschichte von E. T. A. Hoffmann bzw. die Überarbeitung von Alexandre Dumas mit der Vertonung von Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Zu Weihnachten bekommt Mascha/Clara/Marie/Mariia von ihrem Patenonkel, Herr Drosselmeier (Aleksei Vasilev), einen Nussknacker (Vladislav Lysoi) geschenkt. Nachts träumt das Mädchen und die Geschenke erwachen in ihrer Phantasie zum Leben. Nussknacker und Spielzeugsoldaten ziehen in den Kampf gegen das Heer des durchtriebenen Mausekönigs (Alexander Goncharov) und seine Mause-Gattin (Iuliia Odintcova).

Mit der Hilfe von Mascha/Clara/Marie/Mariia gelingt dem Nussknacker der Sieg. Und weil im Traum alles möglich ist, verwandelt sich nun der Nussknacker in einen knackigen Prinzen (ebenfalls Vladislav Lysoi). Es kommt noch besser: Die beiden reisen in das Reich des Prinzen: das Süßigkeitenreich. Dort gibt die Zuckerfee ein rauschendes Fest, bei dem Gäste aus der ganzen Welt auftreten und tanzen.

Nussknacker on Ice: furiose Show auf 11 x 11 Metern

Die Eisfläche, auf der sich alles abspielt, ist 11 x 11 Meter groß – das heißt klein. Unglaublich, was die zahlreichen Darsteller auf dieser kleinen Fläche zeigen. Die Choreographie ist so präzise einstudiert, dass auf dem Eis alles wunderbar glatt geht. Harmonische, anmutige Szenen wechseln sich mit temporeichen, spektakulären Momenten ab. Es gibt Pirouetten, Sprünge, Akrobatik und Illusionstricks.

Scheinbar mühelos gleiten die Künstler auf ihren Schlittschuhen durch die Geschichte und inszenieren eine große, bunte Gefühls- und Phantasiewelt. Der Raum von Nussknacker on Ice ist begrenzt, allzu große Sprünge kann man hier nicht machen – und so müssen bunte Kostüme und exotische Figuren aus China, Spanien oder dem Orient für zusätzliche Abwechslung sorgen.

Nussknacker on Ice: das Finale

Ganz am Ende der Show, als eigentlich schon alles vorbei ist und sich die Tänzerinnen und Tänzer vom begeisterten Publikum verabschieden, werden manche Künstler etwas übermütig und wollen sich mit besonders dramatischen Sprüngen verabschieden. Es ist das einzige Mal, dass etwas daneben geht. Das macht aber nichts. Das Publikum honoriert die Leidenschaft umso mehr. Was bleibt, ist die Erinnerung an ein furioses Feuerwerk und eine schöne Weihnachtsgeschichte. Allerdings muss man diese Geschichte schon vorher kennen, sonst ist es kaum möglich, ohne Erklärung die Zusammenhänge zu verstehen.

Bleibt noch zu erwähnen, dass Mascha/Clara/Marie/Mariia am Ende ihren Prinzen bekommt und die Zuschauer mit einem Happy End Gefühl zurück in die Realität entlassen werden. Und wenn sie nicht gestorben sind, dass fahren sie noch heute.

Titelfotos: The Imperial Ice Stars. Weitere Infos zu Nussknacker on Ice gibt’s auf der Website des Veranstalters The Imperial Ice Stars.

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