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Deutsche Oper: eine Aida, die keine ist

Deutsche Oper: eine Aida, die keine ist

Kurios: An der Deutschen Oper in Berlin wird ein Stück aufgeführt, zu dem zwar die Musik von Aida gespielt wird, das aber sonst kaum etwas mit Aida zu tun hat.  Das Drama beginnt 45 Minuten bevor sich der Vorhang hebt. Die Dramaturgin Dorothea Hartmann stellt das Stück vor und erklärt, was sie und Regisseur Benedikt von Peter sich dabei gedacht haben. Wenn ich es richtig verstehe, haben sie versucht, das Wesen von Giuseppe Verdis Aida herauszuarbeiten und ein maßgeschneidertes Konzept für die Inszenierung zu finden. Keinesfalls, so Dorothea Hartmann, habe der Regisseur versucht, einfach eine Idee über das Stück zu stülpen. Soweit, so gut. Aida an der Deutschen Oper Als ich die Inszenierung dann erlebe, bin ich erstaunt. Denn genau das Gegenteil ist der Fall: Die Inszenierungsidee ist absolut beliebig und keinesfalls einzigartig für Aida. Die Idee beschreibt die Deutsche Oper so: “In Benedikt von Peters Inszenierung von AIDA wird u. a. der Zuschauerraum bespielt, das heißt, Mitwirkende – Solisten, Chor und Orchester – sind teilweise im Besucherbereich platziert.” Praktisch heißt das: Die Musik kommt nicht …

Semperoper

Das Duell: Semperoper vs. Deutsche Oper

Zwei Opernhäuser, ein Stück: Wir haben uns Puccinis La Bohème in der Semperoper in Dresden und in der Deutschen Oper in Berlin angesehen. Welches Opernhaus ist besser? Ein Vergleich. Für ein weltoffenes Dresden” steht verteilt auf fünf bunten Banner, die unter den Fenstern der Semperoper angebracht sind. Die Stadt, die durch PEGIDA Demos in die Schlagzeilen geraten ist, bekennt Flagge. Zumindest hier, im Herzen der Stadt, im historischen Stadtkern, wo die Kultur zuhause ist. Die Semperoper hat es durch die Radeberger-Bierwerbung zu einiger Bekanntheit gebracht. “Radeberger Pilsner – schon immer besonders”, heißt es im Spot, bei dem im sogenannten “Packshot” am Ende links das golden leuchtende Bier und rechts die ebenfalls golden leuchtende Oper zu sehen sind. Das passt, denn das Opernhaus der Sächsischen Staatsoper Dresden ist alles andere als Standard. In der Dresdner Semperoper Wir betreten die Semperoper durch den Haupteingang. Ah, Herr Geheimrat Goethe, Sie auch hier? Schön, schön. Und da ist ja auch der Herr Schiller. Angenehm, angenehm. Wie geht’s denn so? Was macht die Kunst? – Die beiden Statuen links und …