Neckarschifffahrt: Heidelberg – Neckarsteinach

Neckarschifffahrt
Neckarschifffahrt

Heidelberg ist so schön, dass es eigentlich unsinnig ist, die Stadt per Schiff schon wieder zu verlassen. Mit der Weissen Flotte Heidelberg geht’s in der Neckarschifffahrt flussaufwärts zur Vierburgenstadt Neckarsteinach. Vierburgenstadt, weil’s dort vier Burgen gibt. Und noch einiges mehr. Doch dazu später.

Tickets kann man sich vor Ort kaufen. Und weil die Fahrten gut besucht sind, ist es ratsam, lieber 10 bis 15 Minuten früher da zu sein. Wer sich die besten Plätze (ganz vorne) sichern möchte, muss früher aufstehen. Abfahrtszeiten der Weissen Flotte Heidelberg stehen hier.

Neckarschifffahrt

Neckarschifffahrt: auf der „Merian“ durch den Naturpark Neckartal-Odenwald.

Gemütlich fährt die „Merian“ los, angetrieben von einem Dieselmotor, der bis zu 20 km/h schafft. Ein Schnellboot ist es also nicht, aber schließlich geht es darum, die Landschaft in Ruhe zu genießen. Es geht vorbei an Kloster Neuburg, Neckargemünden, entlang der Burgenstraße durch den Naturpark Neckartal-Odenwald. Die Landschaft am Ufer ist schön grün und die Sonne scheint – was will man mehr auf dieser wunderbaren Neckarschifffahrt?

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Neckarschifffahrt: Burg in Sicht.

„Burg in Sicht“, würde der Mann im Ausguck rufen – wenn die „Merian“ einen hätte. Schon erstaunlich: Woanders gibt es keine einzige Burg und in Neckarsteinach gibt es gleich vier. Die Burgen wurden zwischen 1100 und 1230 gebaut. Es gibt die Vorderburg, die Mittelburg, die Hinterburg und Schadeck, auch „Schwalbennest“ genannt. Besichtigen kann man die Hinterburg und Schadeck. Die Vorderburg ist heute Sitz der Warsbergschen Forstverwaltung. Und die Mittelburg ist bewohnt. Sie wurde im 16. Jahrhundert zu einem Renaissanceschloss umgebaut und im 19. Jahrhundert mit gotischen Elementen versehen.

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Erste Station der Neckarschifffahrt: der Nibelungengarten.

So, bitte alles aussteigen. Die Stadt befindet sich 15 Kilometer östlich von Heidelberg. Hier verläuft die Grenze von Baden-Württemberg zu Hessen. Das Schiff fährt schon in wenigen Stunden wieder ab, es gilt also, keine Zeit zu verlieren. Am besten, man bringt erst einmal das Wichtigste hinter sich: ein gutes Mittagessen.

Beim Nibelungengarten gibt es einen guten Biergarten mit einer schönen Aussicht auf den Neckar. Der Nibelungengarten verdankt seinen Namen den Skulpturen des Bildhauers Paul August Wagners, der mit seinen Figuren an die germanische Sage der Nibelungen anknüpft. Siegfried erschlägt den Drachen und so weiter. Tolle Geschichte, kann man hier nachlesen.

Auf zur Hinterburg!

Nach dieser Stärkung kann man nun ein paar Drachen erschlagen . Oder – etwas weniger anstrengend – zur Hinterburg wandern. Hier kann man auf den Turm steigen und eine großartige Aussicht über den Neckar und die Stadt bewundern. Ebenfalls interessant ist das Infozentrum in Neckarsteinach (Neckarstraße 47). Allzu viel Zeit sollte man sich beim Erkunden aber nicht lassen, denn das Schiff wartet nicht.

Mit frischen Eindrücken im Kopf und in der Kamera geht es dann auch schon wieder zurück nach Heidelberg. Ein super Ausflug, den man jedem nur ans Herz legen kann.

Hier geht die Reise weiter.

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