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Mailand: die Top-Sehenswürdigkeiten

Ich erinnere mich an eine Taxifahrt mit einem Mailänder durch das nächtliche Hamburg. Franco lebt schon seit Jahrzehnten mit seiner Familie in der Stadt und konnte meine Begeisterung für Mailand nicht verstehen. Er blickte zum Fenster hinaus und seine Augen leuchteten, als wir am beleuchteten Jungfernstieg vorbei fuhren. Mailand dagegen sei keine schöne Stadt meinte er und macht eine abwehrende Handbewegung. Es sei überhaupt nichts los, eine Industriestadt, nichts weiter.

8 Gründe, warum Mailand eine super Stadt ist.

Nun, lieber Franco, ich sehe das entschieden anders. Sicher, Mailand ist die wichtigste Industriestadt Italiens. Aber Mailand ist auch das italienische Zentrum von Mode und Medien. Geprägt von Leonardo da Vinci, Sitz der Scala und dem Ausgehparadies Navigli-Viertel. Hier acht Gründe, warum Mailand eine super Stadt ist. Was meint Ihr? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare.

1. Der Mailänder Dom: dem Himmel so nah.

Der Heilige Georg sieht gar nicht aus wie der Heilige Georg. Vielmehr hat er das Gesicht von Gian Galeazzo Viscontis. Das ist der Adelige, der den Mailänder Dom bauen ließ. Etwas eitel waren die Reichen und Mächtigen eben auch schon 1404.

Der Entschluss zum Bau fiel bereits 1386. Der Legende nach erschien dem Edelmann in einer klirrend kalten Winternacht der Teufel höchstpersönlich. Ein Ungeheuer mit Hörnern und rot glühenden Augen. Er forderte den Fürsten auf, ihm einen Tempel zu bauen. Mit teuflischen Geistern und Dämonen. Gian ließ tatsächlich ein Bauwerk errichten. Aber eine Kirche. Den „Duomo di Santa Maria Nascente“. Das heißt, der Dom ist der Heiligen Jungfrau Maria geweiht. Georg bzw. Gian ist nicht allein. Rund 3000 weitere, detailliert ausgearbeitete Statuen schmücken das gewaltige Bauwerk. Warum sich Gian als Heiliger Georg verewigen ließ? Vielleicht, weil der Heilige Georg als Drachtöter bekannt ist. Auch Gian schien zu hoffen, auf diese Weise den Teufel überwunden zu haben.

Der Dom ist das Zentrum Mailands  und die Viertgröße Kirche der Christenheit – nach dem Petersdom in Rom und den Kathedralen von Cordoba und Sevilla. Der Bau ging nur langsam voran. Noch immer gibt es in Mailand das Sprichwort „Das geht schon so lange wie die Domwerkstatt“. Und auch heute wird noch gebaut. Denn das Gebäude ist so groß und facettenreich, dass ständig etwas erneuert und ausgebessert werden muss.

Ein Nagel vom Kreuz Christi.

Die berühmteste Reliquie des Doms ist ein Nagel vom Kreuz Jesu Christi. Einmal im Jahr, im September, beim „Dito della Nivola“ steigt der Bischof in eine wolkenförmige Gondel, die nach oben gezogen wird. Er nimmt das Kreuz, in dem der Nagel aufbewahrt wird, und bringt es zu den Gäubigen nach unten. 40 Stunden dürfen die Kirchgänger die Reliquie aus der Nähe sehen. Dann fährt sie wieder „in den Himmel auf“.

Wer will, kann ebenfalls nach ganz oben fahren. Mit dem Lift auf die Dachterrasse. Hier hat man einen spektakulären Blick über die Dächer der Stadt.

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Am Mailänder Dom wurde 500 Jahre gebaut. Heute muss ständig muss etwas ausgebessert werden

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Rund 3000 kunstvoll gearbeitete Statuen schmücken den Dom

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Gewaltige Pracht: der Dom von innen

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Noch höher ist nur der Himmel

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Bartholomäus, einer der 12 Jünger Jesu: Er überwand falsche Götter und wurde dafür zur Strafe von 1000 Soldaten des Astyages gefangen genommen. Brutal: Ihm wurde bei lebendigem Leib die Haut abgezogen, wie die Skulptur andeutet

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Auf der Terrasse des Doms gibt es verschiedene Stilrichtungen: Gotik, Renaissance, Barock und Rokoko

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Man kann bequem um den Dom herumlaufen

Der Ausblick lohnt sich

Der Ausblick lohnt sich

Blick nach unten

Blick nach unten

Ständig muss etwas ausgebessert werden

Ständig muss etwas ausgebessert werden

2. Die Galleria Vittorio Emanuele II: das Shoppingparadies.

Den Namen der Galleria finden viele zu lang. Dabei ist das schon die Kurzversion. Eigentlich hieß Viktor Emanuel II mit vollem Namen: Vittorio Emanuele Maria Alberto Eugenio Ferdinando Tommaso di Savoia. Vittorio gilt als Einiger Italiens und nahm 1861 den Titel König von Italien an.

Die Galleria ist das exklusivste Einkaufszentrum der Stadt. Shopping-Tempel von Prada, Armani, Gucci, Louis Vuitton und Versace reihen sich aneinander. Dazu laden feine Restaurants die gut betuchte Kundschaft ein. Alles sehr teuer. Aber schauen kostet ja nichts.

Günstigere Adressen gibt es in Mailand hier: Via Torino, Torso Buenos Aires, Torso Garibaldi, Corso Como, Corso Magenta, Corso San Gottardo, Via Maghera

3. Die Terrazza Aperol: für Genießer.

Die Terrazza Aperol befindet sich in der Galleria. Von hier aus hat meinen einen fantastischen Blick auf den Domplatz. Dazu gibt’s leckere Drinks. Perfekt.

Draußen sitzen, bella figura machen und die Aussicht genießen

Draußen sitzen, bella figura machen und die Aussicht genießen

Die Inneneinrichtung ist ultra-schick

Die Inneneinrichtung ist ultra-schick

Der Domplatz

Der Domplatz

4. Die Mailänder Scala: weltberühmt.

Die Scala in Mailand wurde 1778 eröffnet. 1943 zerbombten Flugzeuge das Gebäude. Die Tageszeitung Corriere della Sera sprach vom „größten Verlust, den Mailand erleiden musste“. 1946 wurde die Scala wieder eröffnet. Von außen sieht die umspektakulär aus. Aber was zählt, ist die Vorstellung im Inneren. Und die haben Weltruhm erlangt.

Die Mailänder Scala

Die Mailänder Scala

Mailand Sehenswürdigkeiten Reiseblog (1)

Was gibt es heute?

5. Das letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci: der Gipfel der Kunst.

Das berühmte Wandgemälde befindet sich im Speisesaal des Dominikanerklosters der Kirche S. Maria delle Grazie. Nach mehreren Sicherheitsschleusen kann man das Kunstwerk endlich bewundern. Es gibt pro Tag 43 Gruppen mit insgesamt maximal 1075 Besuchern. Du solltest Dir auf jeden Fall so früh wie möglich ein Online-Ticket besorgen. Und zwar hier.

Das letzte Abendmahl

Das letzte Abendmahl

Skulptur von Leonardo da Vinci, gegenüber der Scala

Skulptur von Leonardo da Vinci, gegenüber der Scala

6. Der Ferrari-Store in Mailand: rrrrrrasant.

Hier werden Männer wieder zu Jungs. Der Ferrari-Store hat alles, was Mann sich wünschen kann. Adresse: Piazza del Liberty, 20121 Milano

Hier werden Männerträume wahrrrrrrrrrrrrr

Hier werden Männerträume wahrrrrrrrrrrrrr

7. Bosco Verticale: innovativ.

Bosco Verticale

Bosco Verticale

Wie wohnt es sich in einem Kunstwerk?

Wie wohnt es sich in einem Kunstwerk?

 

8. Das Navigli-Viertel: Hier geht Mailand aus.

Seine Kanäle erinnern an Amsterdam. Aber die Lebensfreude und das Essen sind typisch italienisch. Die Mailänder gehen hier aus. Und Du solltest Dich ihnen anschließen. Viel Spaß dabei!

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Restaurants, Bars und Kanäle: das Navigli-Viertel im Süden Mailands

Weitere Beiträge über Mailand.

Mailand Fashion Week Leckeres Mailand

 

Vielleicht auch interessant: Reiseberichte aus Italien auf dem Reiseblog.


Über WowPlaces: Der Reiseblog stellt Orte und Events mit Wow-Effekt vor. Dazu gibt’s hilfreiche, inspirierende Tipps für die Reise, den Kurztrip oder den Urlaub.


 

5 Kommentare

  1. Hallo Mia, Grüß Gott nach München,
    danke. Die Nummer 3, Terrazza Aperol, ist bei schönem Wetter sehr zu empfehlen.
    Die Terrazza ist gerade in Deutschland zu Gast. Am Düsseldorfer Flughafen.
    Ganz nett, aber sicher nicht das Gleiche wie in Mailand.
    Grüße,
    Philipp

  2. Gabi Bloching sagt

    Hallo Philipp, fliege mit Andrea Anfang Oktober zur Expo. Natürlich haben wir auch Mailand selbst eingeplant. Ich lasse mich überraschen von deinen 8 Planes.
    Schöne grüße
    Gabi

  3. Moin Gabi,
    zur Expo? Super!
    Wünsche Dir und Andrea viel Spaß in dieser tollen Stadt.
    Sonnige Grüße,
    Philipp

  4. Gabi Bloching sagt

    Hi Philipp, war super in Mailand, die expo hochinteressant. Leider war überall Warten angesagt. Aber wir hatten ja am Wochenende jeweils bis 24 Uhr Zeit. Cool war der Albero della Vita.
    Die Domterrassen sind wirklich sehenswert. Wir haben uns zum Schluss unserer Reise den Aufzug gegönnt, da wir etliche Kilometer in den Beinen hatten.

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