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Athen

Athen: eine griechische Tragödie

Griechenland, ach, Griechenland! Früher fanden die griechischen Tragödien im Amphitheater am Südhang der Akropolis in Athen statt. Heute werden sie auf den politischen Bühnen in Brüssel, Luxemburg und in Berlin aufgeführt. Nachdem die Griechen Jahre lang über ihre Verhältnisse gelebt haben, fordert ihre Regierung nun, die Gläubiger müssten dem Land seine Schulden erlassen. Konkret: die Kleinigkeit von 305 Milliarden Euro. Weitere Kürzungen dürfe es nicht geben, zu Zugeständnissen und Sparplänen ist die Regierung nicht bereit. Nicht einmal ihre hohen Militärausgaben will die griechische Regierung einschränken. Sie spekuliert darauf, dass die Europäer das Land um jeden Preis in der Eurogemeinschaft halten wollen. Leidtragender dieser Politik ist die griechische Bevölkerung. Wenn Griechenland aus dem Euro rutscht, wird es noch schwieriger für sie. Schon heute begegnen einem auf den Straßen Frauen, die verzweifelt Tischdecken anbieten, um ein paar Euro zusammenzubekommen. Athens Reichtum: die Vergangenheit Griechenland steht am wirtschaftlichen Abgrund. Ausgerechnet Griechenland! Die Wiege der Demokratie, die Heimat von großen Denkern wie Sokrates, Plato oder Aristoteles. Heute ist Athen nur noch reich an Kunst, Kultur und Historie. Und die findet man …