Alle Artikel mit dem Schlagwort: Stadt

Pullman Dresden Newa

Pullman Dresden Newa: die Verwandlung

Spannend: Was passiert, wenn eine Premium-Hotelmarke wie Pullman ein Hotel in Plattenbauweise übernimmt? Wir haben das Pullman Dresden Newa besucht und einige Überraschungen erlebt. Wir schreiben das Jahr 2003. Die Aufgabe, vor der die Architekten und Designer stehen, ist gewaltig: Okay, liebe Leute, macht doch mal aus diesem Plattenbau ein stilvolles, modernes Premium-Hotel, das anspruchsvolle Reisende zufrieden stellt. Die Zeit läuft. Go! Eine Mission Impossible? Sieht fast so aus, wenn man sich alte Foto des Hotels ansieht. Das Gebäude wurde von 1968 bis 1970 in der DDR hochgezogen und als “Interhotel Newa” geführt, schon damals eine gehobene Hotelkette. Doch wie kann daraus ein zeitgemäßes, stylisches Wow-Hotel werden? Ein moderner Glaspalast Die Lösung der Architekten ist ebenso radikal wie genial: Die gesamte Fassade wird zum Fenster. Riesige Panoramafenster, die bis zum Boden reichen, fluten die Hotelzimmer mit Licht. Das Gebäude wird umfangreich saniert und auf diese Weise zum modernen Glaspalast. Aus dem hässlichen Entlein wird ein stolzer Schwan. So bekommen die Hotelgäste nicht nur ein helles, freundliches Zimmer, sondern auch einen spektakulären Ausblick auf Dresden. Ich …

Warschau: unterschätzte Weltstadt

Warschau: unterschätzte Weltstadt

Warschau-Reiseführer vom Reiseblog WowPlaces Während man im Westen noch das alte Warschau im Kopf hat, ist die Hauptstadt Polens schon 10 Jahre weiter. Sicher: Es gibt sie noch, die grauen Ostblockbauten. Aber inzwischen sind auch moderne Wolkenkratzer und interessante Architekturideen dazugekommen. Die westlichen Marken haben die 1,7 Millionen Einwohner längst für sich entdeckt und die City mit ihren Logos in Besitz genommen. Marks & Spencer, Zara, C&A, Coca-Cola, Bosch und Mercedes-Benz zeigen Flagge. Sogar Ferrari und Louis Vuitton sind mit einem Store vertreten. Die Regale im Supermarkt oder im Rossmann-Store sind genauso überladen wie in Deutschland. Mangel leiden und Schlange stehen? Diese Zeiten sind längst vorbei. Auf diese Weise ist eine spannende Mischung entstanden zwischen Betonbauten und Hightech-Türmen, zwischen traditionsreichen Schlössern und innovativen Museen, zwischen grünen Parks und grauem Verfall. Zudem ist die Stadt bei Weitem nicht so stark von Touristen überlaufen wie etwa Rom, Barcelona oder London. Die Metropole ist jung, aufgeschlossen und quicklebendig. Kein Wunder, dass Google eines von zwei europäischen Campus-Gebäuden in Warschau eröffnet. Kurzum: Ein Besuch in Warschau war noch nie …

Amsterdam

Amsterdam eine Tour cleverer

Verkehrte Welt: Französische Bürger stehen dicht gedrängt vor dem Van Gogh Museum in Amsterdam und singen Lieder der Französischen Revolution. “Stürmt die Bastille!”, ruft ein älterer Mann mit gespieltem Ernst und reckt die Faust in die Höhe. Eine Museumswärterin erscheint. “Aaaahhh!”, machen die Menschen in der Schlange vor dem Museum. Die Frau lächelt entschuldigend und verschwindet wieder, was die Menge mit einem enttäuschen “Ooooooooh…” kommentiert. Amsterdam: bitte ein Online-Ticket! Das Van Gogh Museum gehört zu den absoluten WowPlaces in Amsterdam – die Schlage davor nicht. Wer keine zwei, drei Stunden warten möchte, besorgt sich hier ein Online-Ticket und legt eine Zeit fest, wann er dem Maler einen Besuch abstatten möchte. Wie wäre es vorher mit einem Frühstück im Restaurant Stedelijk am Museumplein 10? Geöffnet ist von Montag bis Sonntag ab 8.30 Uhr. Das Van Gogh Museum und das Rijksmuseum sind nur wenige Gehminuten entfernt. Das Restaurant Stedelijk hat übrigens auch ein Museum. Oder ist es umgekehrt? Das Paradies für Kunstdiebe: Rijksmuseum Erlebe Meisterwerke wie Rembrandts “Nachtwache”, Werke von Vermeer, van Dyck und Jan Steen. Nach …

Vatikan

Vatikan: dem Kunsthimmel so nah

– Vatikan und Petersdom – Die Staatsgrenze verläuft mitten durch den Audienzsaal. Der Heilige Stuhl steht auf der Seite des Vatikans, die Besucher schauen von italienischem Boden zu. Es ist nicht die einzige Skurrilität im kleinsten Staat der Welt, der gerade mal 0,44 Quadratkilometern groß ist und eng mit Italien zusammenarbeitet. So gibt es zwar einen eigenen Bahnhof – aber der wird nur alle paar Jahre genutzt. Das Gefängnis hat nur Platz für zwei Personen. Verständlich, als Priester glaubt man eben an das Gute im Menschen. Setzt man allerdings die begangenen Straftaten in Relation zu den rund 840 Einwohnern, dann ergibt sich die höchste Kriminalitätsrate der Welt. Denn leider werden die 18 Millionen Besucher im Jahr immer wieder von Taschendieben angegangen. Und noch eine skurrile Sache gibt es zu berichten: Wer Latein beherrscht, kann diese Sprache nun endlich auch einmal im täglichen Leben einsetzen. Denn die Geldautomaten im Vatikan teilen sich auf Latein mit. Der Vatikan: beste Verbindungen nach ganz oben Die hervorragenden Verbindungen nach ganz oben zeigen sich auch auf überraschende Weise. So haben die Geistlichen eine …

Barcelona

Barcelona: eine wunderschöne Tragödie

– Reiseführer Barcelona – Eine Geschichte voller Tragik, unerwiderter Liebe und einem großen Vermächtnis. Im Deutschen steht Gaudi für Spaß, im Spanischen für bahnbrechende Architektur. Antoni Gaudi hat Barcelonas Gesicht geprägt wie kein Zweiter. Er ist ein Genie mit tragischen Zügen. Es gibt viel Licht in seinem Leben – aber auch ebenso viel Schatten. Ein Schatten, der ihn sein ganzes Leben begleitet, ist eine rheumatische Erkrankung. Sie hindert ihn als Junge daran, mit anderen Kindern zu spielen. Der junge Antoni ist oft allein. Er beschäftigt sich mit der Natur und studiert ihre Formen. Es sind die Beobachtungen aus seiner Jugend, die Gaudis späteren Architekturstil prägen. Barcelonas Meisterarchitekt Antoni Gaudi Gaudis Examensprüfung: gerade noch bestanden Von 1873 bis 1878 studiert Gaudi Gotik und Neugotik. Seine Examensprüfung besteht er mit der nicht gerade glorreichen Bewertung “bestanden”. Das ist die niedrigste Note, die die Universität zu vergeben hat. Ein Grund dafür: Gaudi ist eigenwillig und mischt gotische und neugotische Elemente. Seine Arbeiten sind nicht “stilrein”. Elies Rogent, der Direktor des Institus kommentiert: „Wer weiß, ob wir den Titel einem …

Monaco

Monaco: das Reich der Millionäre

Autorennen, Promis, Partys, Models, Sonne und Luxus  – Monaco hat alles, nur keinen Platz. Das Fürstentum ist gerade mal zwei Quadratkilometer klein. Und mit rund 18.000 Einwohnern pro Quadratkilometer der am dichtesten besiedelte Staat der Welt. Dabei stellen die Monegassen nur 22 Prozent der Bevölkerung. 78 Prozent der Einwohner sind Ausländer. 119 Nationen tummeln sich im Stadtstaat. Jeder Zweite gilt als Millionär. Monaco: ein Platz an der Sonne Mit 28 Prozent der Einwohner sind Franzosen am häufigsten vertreten. Doch die Zahl der Franzosen ist rückläufig. Der Grund dafür ist ein Abkommen zwischen Monaco und Frankreich, wonach Einwohner mit französischem Pass in Frankreich steuerpflichtig sind. Damit entfällt für sie einer der größten Vorteile Monacos: der Stadtstaat erhebt für Privatpersonen weder Einkommens- noch Erbschaftssteuer. Ein mindestens ebenso guter Grund, nach Monaco zu ziehen: Hier hat man schon fast eine Garantie für einen Platz an der Sonne. Denn die scheint im Durchschnitt an 305 Tagen im Jahr. Das Mittelmeerklima zeichnet sich aus durch einen nicht zu heißen Sommer und milde Winter. Da strahlt der Millionär. Als beste Zeit …

Stockholm

Stockholm: wow, alter Schwede!

Wenn man in Deutschland an einen Ticketschalter tritt, sagt man höflich “Guten Tag”. Oder man wagt ein lockeres “hallo”. In Stockholm wird man dagegen mit einem fröhlichen “Hej!” begrüßt und angestrahlt, als hätte man im Lotto gewonnen. Als Deutscher muss man sich ein bisschen anstrengen, um das “Hej!” ebenso fröhlich zurückgeben zu können. Soviel Lebensfreude sind wir Deutschen eben einfach nicht gewohnt. Stockholm: Wasser, Natur und schöne Architektur Die Fläche der Schwedischen Hauptstadt besteht zu einem Drittel aus Meer, zu einem Drittel aus Natur und zu einem Drittel aus Gebäuden. Eine schöne Mischung, auf die nicht wenige neidisch sind. Besonders reizvoll ist die Stadt am Wasser. Hohe, herrschaftliche Häuser wohlhabender Bürger und die strahlend weißen Schiffe im Hafen zaubern eine malerische Kulisse. Auch der Ekoparken verströmt eine einzigartige Atmosphäre, der 27 qm große Nationalpark mitten in der Innenstadt. Die Stadt ruht auf 14 Inseln und verfügt über 50 Brücken. Ihr Zentrum ist nach einem Schachbrettmuster gegliedert und so kompakt, dass man sie zu Fuß erkunden kann. Stockholm: erste Umwelthauptstadt Europas Die Luft ist gut. Schwedens Hauptstadt …

Goeteborg

Göteborg: Sehenswürdigkeiten mit Style

Göteborg liegt im Südwesten von Schweden an der Küste. In diesem Artikel berichte ich von meinem Aufenthalt und stelle Dir Sehenswürdigkeiten vor. Außerdem findest Du hier ein Interview, das die Zeitschrift Maxi mit mir über Göteborg geführt hat. Viel Spaß und eine inspirierende Lektüre. Die drei dunklen, verspiegelten Türme, die sich in den nächtlichen Himmel von Göteborg schrauben, erinnern mit ihrer blauen Neonbeleuchtung an den Film TRON LEGACY. Futuristisch und ziemlich cool sieht das Ganz aus. Die Gothia Towers sind eine der spannendsten Sehenswürdigkeiten Göteborgs. Sie dienen als Hotel, Meeting-Location und Messezentrum. Die drei Türme verfügen über Restaurants und haben sogar ein Theater. Das Theater sieht sich allerdings nicht als konventionelles Theater, sondern eher als einen Erlebnisort “auf dem Level von Las Vegas”. An Selbstbewusstsein mangelt es den Göteborgern bzw. Gothenburgern nicht. Schweden ist eine Design-Nation. Das zeigt sich oft an Kleinigkeiten. Der Schreibtischlampe im Hotelzimmer der Gothia Towers zum Beispiel. Sie ist zu einem Tower stilisiert. Schöne Idee. Grab & Go: Die größte Minibar der Welt steht in Göteborg Auch das ist eine interessante Idee: …

Alghero Sardinien

Alghero, Sardinien: 5 Tipps für Deinen Urlaub

Alghero hatte schon immer mit Besatzern  zu tun. Erst kamen die Phönizier, dann die Karthager, dann die Piraten, dann die Katalanen, dann die Touristen. Aber diesmal sind die Besatzer willkommen. Schließlich leben viele der 40.000 Einwohner von den Urlaubern, die hier ihre Ferien verbringen. Falls Du auch dazu gehörst: Hier einige Dinge, die Du in Alghero nicht verpassen solltest. 1. Bummle durch die Altstadt Alghero ist eine Stadt, die man sich durchs Laufen erschließen muss. Bummle also durch die charmanten kleinen Straßen, vorbei an den Plätzen, Geschäften und Kirchen. Im historischen Stadtzentrum gibt es viele mittelalterliche Gebäude. Dicke Mauern aus dem 16. Jahrhundert umgeben die Stadt. Übrigens: Das Eis auf der Piazza Civiea gilt als das beste der Stadt. 2. Leg für eine Weile am Hafen an Am Hafen von Alghero legen nicht nur Yachten an, sondern auch Urlauber. Setz Dich vor die Eisdiele “Mar de Plata” in der Via Guiseppe Garibaldhi und schau zu, wie die Schiffe gemütlich hin und her schaukeln und die Wellen in der Sonne glitzern. Ab und zu arbeiten hier auch Künstler …